1861 - 1951

Die ersten Spuren zur Gründung des Gesangvereins Köndringen, damals noch Männergesangverein „Eintracht" Köndringen, führen zurück bis ins Jahr 1851. Leider sind die ersten Aufzeichnungen und Gründungsakten dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen, doch ist die Existenz des Vereins für 1861 nachweisbar. Der erste öffentliche Auftritt ist vermerkt für das Jahr 1865, als die evangelische Kirche eingeweiht wurde. Auch für die folgenden Jahre sind die Aufzeichnungen sehr lückenhaft. Bedingt durch häufigen Wechsel in der Person des Dirigenten gab es auch mehrere Pausen in der Vereinstätigkeit.

Karl Schmidt

Karl Schmidt war Dirigent des Männerchors von 1894 - 1950. Er starb 1950 im Alter von 78 Jahren Aufwärts ging es dann erst ab 1893. Mit anfänglich 32 aktiven Sängern begann nun unter Georg Wilhelm Mössner (1. Vorsitzender), Ludwig Vallentin (Kassierer) und Hermann Engler (Schriftführer) die bis heute lückenlose Geschichte des Vereins. Am 27. Mai 1894 beging der wiedererstandene Verein seine erste Fahnenweihe wozu 18 Vereine aus der näheren Umgebung begrüßt werden konnten. Dieses Fest war wohl der erste Höhepunkt im Vereinsleben des Gesangverein Köndringen.

In das Jahr 1894 fällt ein weiteres Ereignis, das für die Entwicklung des Vereins von entscheidender Bedeutung war. Der erst 22 Jahre alte Karl Schmidt aus Emmendingen übernahm das Amt des Dirigenten, das er bis kurz vor seinem Tod 1950 ausübte. Trotz seiner Jugend besaß Karl Schmidt damals in Sängerkreisen schon einen guten Ruf. Zusammen mit drei jungen Männern aus Köndringen, Johann Georg Schnaiter, Wilhelm Engler und dessen Bruder Otto Engler, hatte er ein Sängerquartett gegründet, das im Breisgau und am Kaiserstuhl schon bei zahlreichen Veranstaltungen aufgetreten war. Karl Schmidt warein strenger Dirigent, kein Sänger hätte es gewagt, vor einem Konzert oder einem Preissingen zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Doch der Erfolg gab ihm Recht, bei vielen Sängerwettstreiten blieben die Köndringer Sänger Sieger gegen stärkste Konkurrenz. Zur Freude der ganzen Bevölkerung wurden mehr als zehn erste Preise mit nach Hause gebracht. 1930 wurde

Der Männergesangverein 1935 in Koblenz am Deutschen Eck

Karl Schmidt von der Stadt Emmendingen zum Musikdirektor ernannt, vier Jahre später 1934 wurde er zum Ehrenbürger von Köndringen. Der Männergesangverein 1935 in Koblenz am Deutschen Eck. Ein Freund und Förderer des Vereins war auch der nach Amerika ausgewanderte Theodor Wiedemann. Ihm hauptsächlich verdankt Köndringen die Erstellung der Winzerhalle. Er war der Initiator der 1930 veranstalteten „Köndringer Heimattage" zu denen er einen 16 Zentner schweren Ochsen stiftete. Der Erlös dieser Festtage gab den Grundstock zur Errichtung der geplanten Sport- und Winzerhalle, die am 19. August 1936 nach harter ehrenamtlicher Arbeit von fünf Köndringer Vereinen eingeweiht werden konnte. Wiedemann nutzte jeden Besuch in Deutschland um an Proben des Gesangvereins teilzunehmen. Er starb während des zweiten Weltkriegs.





Feier im Dez. 1935 anläßlich des 68. Geburtstages von Ehrenmitglied Theodor Wiedmann im Gasthaus "Zum Bahnhof"

Bittere Verluste brachten die beiden Weltkriege auch für den Gesangverein. 22 Sänger waren gefallen oder wurden vermisst. Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 kam das Vereinsleben in der Gemeinde mehr oder minder zum Erliegen. Mit Erleichterung hatte man Anfang 1946 die teilweise Aufhebung des Verbots zur Wiedergründung des Vereins zur Kenntnis genommen. Nach vorausgegangener Genehmigung durch die Militärregierung in Emmendingen wurde auf den 5. Mai 1945 in das Gasthaus „Zum Rebstock" zur Widergründung eingeladen. Initiator hierzu waren die zu jenem Zeitpunkt schon heimgekehrten Sänger. Georg Vallentin wurde erster Vorsitzender, Karl Sütterlin sein Stellvertreter. 

Der Männergesangverein Köndringen vor dem 2. Weltkrieg

Den Dirigentenstab übernahm zur großen Freude aller abermals Musikdirektor Karl Schmidt. Die erste größere Veranstaltung nach den Kriegsjahren war 1947 ein Frühjahrskonzert mit Liedern zum 150. Geburtstag von Franz Schubert. Dies war leider auch eine der letzten Veranstaltungen für den allseits geschätzten Dirigenten Karl Schmidt. Er starb 1950, nach 57 Jahren als Dirigent des Männergesangverein „Eintracht" Köndringen, im Alter von 78 Jahren. 



Schwiebogen anläßlich des 90-jährigen Jubiläums im Jahr 1951

Den Dirigentenstab übernahm 1950 der bisherige Vizedirigent Oberlehrer Heinrich Bühler, ein begeisterter Anhänger des deutschen Volksliedes. Mit Georg Vallentin als Vorsitzenden und Oberlehrer Bühler am Taktstock bestritt der Verein auch seinen ersten Meilenstein der Nachkriegsgeschichte, das 90-jährige Jubiläumsfest verbunden mit der zweiten Fahnenweihe. Gefeiert wurde über ein Wochenende im Mai 1951 in der Winzerhalle. Schon Ende des Jahres 1951 wollte Heinrich Bühler sein Amt aus Altersgründen wieder abgeben, sein Nachfolger wurde Otto Haring aus Teningen.



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